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    Wer einen kleinen, leicht zu pflegenden und auch relativ leicht züchtbaren Panzerwels sucht, ist bei den Vertretern der Gattung Aspidoras genau richtig. Viele der bisher 18 bekannten Arten zeigen den ganzen Tag über ihr lebhaftes Verhalten. In Becken mit nicht zu großen und friedlichen Fischen, kann ein Trupp Aspidoras die Bodenzone durchaus bereichern. Beim Besatz der Becken sollte man die "Grundregeln" der Fischgemeinschaften beachten. Das heisst. am einfachsten Fische in den 3 Wasserzonen vergesellschaften. Boden-, Mittel- und Oberzone.
    Die Ernährung der Aspidoras ist auch im Gesellschaftsbecken unproblematisch, da fast jedes gereichte Futter auch gefressen wird. Es ist lediglich sicherzustellen, dass genügend Futter auf den Boden gelangt.
    Das Schwimmverhalten ist je nach Art mehr oder weniger stark ausgeprägt. Ein unruhiges und pausenloses Umherschwimmen über einen längeren Zeitraum kann man bei fast allen Arten beobachten. Aspidoras sp. aff. poecilus und Aspidoras poecilus sind wahre "Hektiker". Aspidoras spilotus ist ein ebenfalls sehr agiler Fisch, der aber auch gern in Gruppen unter Pflanzen oder Wurzelstücken Ruhepausen einlegt. Aspidoras pauciradiatus ist ein eher ruhiger Fisch, er bevorzugt die Freiwasserzonen und vergesellschaftet sich auch mit Gruppen anderer Aquarieninsassen. Diese Welse sind ständig auf Futtersuche und schwimmen fast den ganzen Tag aufgeregt umher. In den Ruhepausen liegen meist mehrere Tiere auf Wurzeln, Steinen oder Pflanzen. Eine Ausnahme ist Aspidoras eurycephalus. Diese Art ist kaum aus der Ruhe zu bringen. Die Tiere liegen fast den ganzen Tages versteckt in Pflanzenbüscheln. Nur wenn gefüttert wird, beginnen sie sich zu regen. Alle bisher genannten Verhaltensweisen treffen nur für adulte Aspidoras zu. Jungfische aller Aspidoras-Arten sind sehr lebhafte Schwimmer. Aquarien in denen diese Welse aufgezogen werden, sind stets gut abzudecken.
    Für die Beckengröße und -einrichtung gelten die üblichen "Regeln" der Panzerwelspflege. Einige Arten vermehren sich allerding in größeren Becken (200l) eher also in kleinen (60l). In einem Buch über die Haltung australischer Sittiche habe ich folgendes Zitat aus dem Jahr 1927 zur Unterbringung gefunden. "Für den Blick gefällige, für den Vogel wohltuenden Aufenthalt gewährende Form." Ich denke das kann man auch auf Aquarien beziehen.


    Merkwürdiges Verhalten von A. poecuilus (Beobachtungen von Gitta Trockels)



    Foto: Gitta Trockels; Aspidoras poecilus

    ZOOM als JPG (489 KB)




    Fütterung




    Die Anatomie der Tiere gibt bereits einige Anhaltspunkte zur Nahrungsaufnahme. Das unterständige Maul sowie der flache meist unpigmentierte Bauch als auch die mit Geschmacksknospen besetzten Barteln, weisen auf eine starke Bodenorientierung hin. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt im Hinblick auf die Ernährung, scheint die Fähigkeit der Panzerwelse zu sein, atmosphärischen Sauerstoff im Darm zu veratmen. Der Darm ist auf Grund dieser Anpassung dünnwandig und wenig zottenreich (BREMER).

    Eine, wie ich finde, gute Zusammenfassung zum Nahrungserwerb der Panzerwelse liefert BREMER (BREMER S. 152). "Panzerwelse sind an einen natürlichen Lebensraum angepasst, in dem leicht verdauliche kleinpartikuläre Bodennahrung zur Verfügung steht." Im Weiteren weist BREMER daraufhin, dass in den Kotschnüren noch bis zu 30% der ursprünglichen Nahrungsenergie enthalten ist. Detritus als Nahrungsquelle? Immerhin gibt es Züchter die schwören auf Filterschlamm bei der Aufzucht von Jungfischen.

    Nach Möglichkeit sollte man den Tieren ein reichhaltiges Sortiment an Lebendfutter bieten. Dies ist nicht nur im Hinblick auf eine ausgewogene Ernährung wichtig. Durch Lebendfutter werden auch das angeborene "Jagverhalten" geschult und die Laichbereitschaft unterstützt. Bei mir haben z.B. nach der Fütterung mit lebenden Wasserflöhen Aspidoras eurycephalus spontan abgelaicht, ohne dass ich die sonst nötige Strömungsgeschwindigkeit erhöht hatte. Die Beschäftigung mit dem Thema "Was fressen Panzerwelse in der Natur?" ist durchaus lohnenswert. Sporadisch findet man in der Literatur Berichte über Untersuchungen des Mageninhaltes. Diese sagen jedoch nichts über das Nahrungsangebot im Tages- und Jahresverlauf aus. Aquatisches Leben ist nämlich von vielen Faktoren abhängig. In erster Linie sind die Wassertemperatur und die Strömungsgeschwindigkeit zu nennen. Im Weiteren die Bodenbeschaffenheit, die Sonneneinstrahlung und das Vorhandensein submerser Vegetation in der sich beispielsweise Mikroorganismen und Algen ansammeln und die den Fischen Schutz vor dem Abdriften bieten (bei flutenden Arten). Um dies zu veranschaulichen folgendes Beispiel: Eine Untersuchung in einem Sauerlandbach ergab in einem (an einem anstehenden Felsen wachsend) Moosrasen von nur 0,119 qm Fläche und einem Trockengewicht von 4,98 g 4309 Tiere! (ENGELHARDT; S. 29)

    Es gibt eine Unmenge weiterer Aspekte die hier eine Rolle spielen, aber das ist Stoff für einen eigenen Artikel.

    Der folgende Text soll lediglich Hinweise zur Fütterung geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Jeder Halter und Züchter muss seine eigenen Erfahrungen sammeln. Nicht jeder Fisch frisst die speziell für ihn zusammengestellten Trockenfutter und auch nicht jeder Halter kann alle Arten von Lebendfutter kultivieren. Mir gelingt es beispielsweise seit Jahren nicht Enchyträen zu halten. Weder auf Seramis noch auf Erde werden die Kulturen älter als 2 Wochen.

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    Lebendfutter:


    Kohlenhydrate
    einschließlich Mineral-
    Chitin Fett Eiweiß stoffe Wasser
    Bachrohrwürmer 3 2 8 1 86
    rote Mückenlarven 4 2 8 1 85
    Wasserflöhe 4 0,5 4 1,5 90
    Angaben in Prozent nach H. Horn; "Kleine Futterkunde für den Aquarienfreund"

    Wasserflöhe:

    Die Vermehrung ist denkbar einfach. Man kaufe im Zoohandel einige Portionen lebender Wasserflöhe (sie werden eigentlich ganzjährig angeboten) und bringe sie in einem entsprechenden Behälter unter. Ich habe in den Wintermonaten den Ansatz in einem 5l Kunststoffaquarium auf der Fensterbank kultiviert. Im Sommer lassen sich die Wasserflöhe auch auf dem Balkon halten (siehe Bild). Eine Heizung oder Durchlüftung brauchen die Tiere nicht. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Behälter eine möglichst große Wasseroberfläche hat, damit ein ausreichender Gasaustausch stattfinden kann. Ernährt werden die Wasserflöhe mit handelsüblicher Hefe. Diese wird in Wasser aufgelöst und im Becken verteilt, bis eine Trübung entsteht. Sobald das Wasser wieder klar ist wird "nachgefüttert". Von Zeit zu Zeit müssen die Schalen der Häutungen vom Boden abgesaugt werden, sonst ist die Kultur völlig pflegeleicht. Mann sollte Wasserflöhe allerdings nicht zu oft füttern, da sie aufgrund ihrer harten Schale nur schwer verdaulich sind und von Nährwert nicht viel bieten (siehe Tabelle oben).


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    Micro:

    Hier handelt es sich um Nematoden (Fadenwürmer) die im Gegensatz zum Regenwurm keinen gegliederten Körper haben und somit eine Gleichbleibende Stärke der Epidermis aufweisen. Die 1-2 mm langen Würmchen eignen sich gut zur Aufzucht von Panzerwelslarven.
    Für die Zucht benötigt man einen Behälter mit Deckel, ich verwende ausgewaschene LÄTTA-Becher. Man beachte, dass der Deckel nicht luftdicht abschließen darf, also Löcher einstechen. Die Löcher dürfen aber auch nicht zu groß sein, es muss sich ein feuchtes Kleinklima einstellen können. Dann benötigt man noch:
    Haferflocken,
    Milch-Wassergemisch, jeweils die Hälfte Milch und die andere Leitungswasser,
    Hefe.
    Die Haferflocken kommen ca. 2-3 cm hoch in den Becher, gefolgt vom Milch-Wassergemisch. Man sollte darauf achten das die Haferflocken noch quellen, also langsam Flüssigkeit nachfüllen. Nach 60 Minuten sollte ein zähflüssiger Brei entstanden sein. Darauf kommt der Ansatz Micro und etwas weniger als 1/4 des Hefewürfels (zerbröselt). Dann dauert es einige Tage bis die Würmchen sich so stark vermehrt haben, dass sie an den Seiten hinauf kriechen und entnommen werden können. Der Becher sollte warm (Zimmertemperatur) und nicht direkt im Licht stehen (Die Würmchen sind recht lichtempfindlich.). Zum Entnehmen kann man eine kleinen Pinsel verwenden, oder wie ich einen hölzernen Zahnstocher. Einmal wöchentlich wird mit etwas Hefe gefüttert und alle 2 bis 3 Wochen ein neuer Ansatz bereitet, da die Population dann eingeht. Wichtig zu wissen ist, dasxs die Vermehrungsrate sich nach der Anzahl der Individuen richtet. D.h. man muss immer Tiere entnehmen, damit der Ansatz "stabil" bleibt.


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    Artemia

    Zuerst braucht man natürlich die Artemiaeier. Die Qualität (zumindest die aufgedruckte oder versprochene) ist von untergeordneter Bedeutung. Wichtig ist, dass man versucht ein optimales Ergebnis zu erreichen. Nu, wie geht das? Eigentlich ganz einfach. Meist ist eine "Gebrauchsanleitung" beigelegt und an die sollte man sich beim ersten Versuch auch halten. Üblich ist:
    1 Liter Aquarienwasser
    1 Teelöffel Eier
    ca. 35g Salz (am besten Meersalz)
    Alles zusammen kommt in eine Flasche und wird kräftig durchlüftet. Nach ca. 48 Stunden sollen dann die Nauplien schlüpfen. Man stellt die Belüftung ab und wartet bis sich die leeren Schalen an der Oberfläche sammeln, die Nauplien liegen am Boden, meist mit den nicht geschlüpften Eiern. Wenn der Ansatz nicht optimal war oder die Eier schon zu alt dann können da recht viele Eier am Boden liegen. Mit einer Taschenlampe kann man die Nauplien von Boden wieder etwas nach oben locken. Zum Absaugen verwende ich einen einfachen Luftschlauch und ein Sieb. Man kann (sollte) vor dem Verfüttern die Nauplien in Süßwasser spülen. Das bietet sich an, wenn man wie ich, die Nauplien mit einer Spritze aufzieht um sie gezielt in die Becken zu geben.
    Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man durchaus Unterschiede bzgl. der Schlupfrate erkennen kann, wenn man die Ansätze unterschiedlich behandelt. Man sollte also einige "Testläufe" durchführen und z.B. mit dem Salzgehalt und der Anzahl der Eier variieren. Ebenfalls wichtig ist die Temperatur des Ansatzes, wie stark die Umwälzung (Belüftung) ist und der "Lichtbedarf". Im Moment stelle ich meine Artemiaflasche auf ein Becken, direkt neben eine Leuchtstofflampe. Weitere Infos findet man in diversen Foren z.B. bei Guppy.de.

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    Frostfutter

    weiße rote schwarze
    Mückenlarven | Mückenlarven | Mückenlarven | Tubifex | Artemia | Rundfusskrebse
    Rohprotein 5,2 4,8 5 6,2 5 4,40
    Rohfett 0,75 0,7 1,1 2,6 1 1,30
    Rohfaser 0,35 0,4 0,85 0,6 0,9 0,3
    Feuchtigkeit 93,2 93,1 92,1 91 92 93,60
    Asche 0,5 1 0,95 0,5 0,8 0,4
    Angaben in Prozent laut Hersteller


    Die Verwendung von weißen Mückenlarven (gefroren) kann nur eingeschränkt erfolgen, da diese im Wasser aufschwimmen. Sie sinken dadurch nicht zu Boden und sind für die Welse nur schwer zugänglich.
    Trockenfutter
    Der Handel bietet eine reichhaltige Palette


    Besonders bei der Fütterung mit lebenden roten Mückenlarven oder Enchyträen kann ein solcher Kasten mit feinem Sand gute Dienste leisten. Die Futtertiere können sich nicht zu weit im Bodengrund verstecken und sind für die Panzerwelse leicht zugänglich.

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    Zucht


    Beifische sind bei vielen Aspidoras-Arten kein Hindernis für ein erfolgreiches Ablaichen. In einem separaten Aquarium sind beispielsweise Aspidoras pauciradiatus und Aspidoras microgalaeus leichter zu pflegen und auch zum Ablaichen zu stimulieren. Die meisten Aspidoras-Arten legen ihre Eier im Bereich der stärksten Strömung ab. Eine einfache Möglichkeit geeignete Ablaichplätze zu schaffen ist es, Anubias direkt in der Strömung zu platzieren. Ebenfalls gut bewährt hat sich der Einsatz von schwimmenden Wollfäden (siehe Bild), besonders in wenig beleuchteten Becken.

    Die im Text erwähnte Ablaichhilfe aus Wollfäden und einem Korken

    Je nach Art und Alter der Welse werden zwischen 20 und 40 Eier abgelegt. Es sind fast immer zusammenhängende Gelege, ähnlich den Gelegen von z.B. Corydoras barbatus. Seltener und meist bei jüngeren Tieren, findet man einzelne Eier. Der Ablaichvorgang verläuft panzerwelstypisch, nur viel hektischer. Meist versuchen sich alle im Becken befindlichen Männchen, in einer T-Stellung, vor ein Weibchen zu kommen. Sobald das Weibchen zu schwimmen beginnt und nicht gerade am Boden liegt, wird es von mehreren Männchen verfolgt. Die meisten Arten laichen in den frühen Morgenstunden (vor dem Einschalten der Beleuchtung). Bei nicht direkt beleuchteten Becken, oder bei Aquarien die nur durch die Raumbeleuchtung erhellt werden, wird auch am Tag abgelaicht. Man kann die Arten der Gattung Aspidoras somit, wie auch viele andere Panzerwelse, zu den Dämmerungslaichern zählen. Bei einem bepflanzten Aquarium stellen die Alttiere weder den Eiern noch den Welslarven nach. Ohne Zutun des Aquarianers kommen immer wieder Jungfische durch. Meist entdeckt man sie erst mit etwa 1 cm Größe, wenn sie zwischen den Kieselsteinen nach Nahrung suchen. Zur effektiven Vermehrung sollte man den Laich allerdings entnehmen und in einem separaten Aufzuchtsbecken hältern. Die Befruchtungsrate bei den von mir bisher vermehrten Aspidoras-Arten lag immer über 90 Prozent. Mit feinem Staubfutter, Mikrowürmchen und frisch geschlüpften Artemia-Nauplien ist die Aufzucht der schnellwüchsigen Welse nicht schwierig.
    Immer wieder konnte ich feststellen, dass die Jungfische in den ersten Monaten ein anderes Zeichnungsmuster zeigen als adulte Tiere. Sie sind kontrastreicher gezeichnet und viel attraktiver. Viele Punkte oder Striche verbinden sich erst im Verlauf der Wachstumsphasen. Gerade die Zeichnung der Jungfische ist neben der Herkunft der Welse für eine exakte Artbestimmung sehr wichtig. Sollten die Tiere sich nicht zum Ablaichen bewegen lassen, sind die Gründe dafür oft vielfältig. Empfehlen können wir das folgende Vorgehen. Man ermittelt den Fundort des Tieres (aus der Erstbeschreibung oder hier). Man verschafft sich einen Überblick über die natürlichen Verhältnisse (Temperatur, Topologie, Niederschlag oder hier). Einige Anregungen sollen die folgenden Punkte geben.

    Lichtverhältnisse ändern:

      - andere Lichtfarbe oder die Beleuchtungsdauer ändern
    Standortwechsel:
      - umsetzen der Fische in ein anderes Becken
    Strömung ändern:
      - meist verstärken, aber auch ein verringern bringt manchmal den gewünschten Erfolg
    Futtergaben umstellen:
      - mehr oder weniger füttern oder die Futtersorten umstellen
    Wasserwechsel durchführen:
      - in kurzen Zeitabständen (täglich) Teilwasserwechsel durch kühleres Wasser
    Wasserwerte beeinflussen:
      - Ansäuern durch Erlenzapfen oder Torf

    Viele dieser Punkte müssen kombiniert werden, es gibt also kein "Kochrezept". Jeder Züchter muss seine eigenen Erfahrungen sammeln. Ein jahreszeitlicher Wechsel bei Temperatur und Fütterung kann zum gewünschten Erfolg führen. Dieser sollte dem natürlichen Rhythmus der Tiere angepasst sein. Dieser Rhythmus hat zudem noch positve Wirkungen auf das Immunsystem der Welse.
    Sollen die Eier im Becken verbleiben, müssen für die Larven bzw. Jungtiere entsprechende Versteckmöglichkeiten geboten werden. Ich verwende die hier abgebildeten Schieferplatten.
    Durch die unterschiedlich hohe Anordnung der Platten entstehen Zwischenräume die sich schnell mit Detritus füllen und somit ideale Verweilplätze für Jungfische darstellen.


    künstliche Aufzucht

    Über das Erbrüten der Eier und die Aufzucht der Larven gibt es unzählige Berichte. Der Vollständigkeit halber möchte ich nun meine Methode vorstellen.
    Ich sammle die Eier ab und überführe sie in einen kleinen Becher (Lätta-Dose) mit Aquarienwasser. Die Dose schwimmt einfach auf der Oberfläche im Becken. Bei empfindlichen Arten wechsele ich täglich die Dose und mache mindestens 2 Wasserwechsel. Bei allen anderen Arten wechsele ich nur das Wasser (ins Becken schütten und neu einschöpfen). Wenn die Jungen geschlüpft sind kann das Wasser leicht umkippen also Achtung! Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von "Einhängekästen". Ich verwende kleine Kunststoffbecken (sind leichter und nicht so empfindlich wie die Glaskästen, zerkratzen aber) oder handelsübliche Netze, die ich "umgebaut" habe. Der Netzstoff wird am Rahmen fixiert und an der Vorderseite schneide ich das Netz heraus und ersetze es durch eine dünne Glasscheibe. Somit kann man die Tiere sehen und im Vergleich zu Kunststoff "erblindet" die Scheibe nicht. Das Netz hat den Nachteil, dass auch der Boden aus Netzstoff ist und somit eventuell Futter verloren geht. Im Kunststoffbecken kann man ggf. etwas feinen Sand als Bodenbelag einbringen. Zum Reste verwerten benutze ich problemlos Turmdeckelschnecken.
    Beide Konstruktionen sind durch einen Luftschlauch an die Filterung angeschlossen (Motorfilter) sodass immer Wasser in die kleinen Becken kommt. Die Wasserzufuhr verhindert eine Kammhaut auf der Oberfläche und sorgt für eine leichte Strömung. Wasser und Temperatur sind ja wie im Becken der Alttiere ein Umkippen des Wassers durch eventuell zu viel Futter kann im Vergleich zu kleinen Aufzuchtbecken verhindert werden.



    Eines der im Text genannten Kunststoffbecken. Die rechte Seite wurde ausgesägt und durch einen Schwamm ersetzt. Die Stange hält das Becken an der Oberfläche.
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    Manchmal legen Panzerwelse (hier Corydoras) ihre Eier auch "wahllos" ab. (Foto von Claus - Peter Heckroth)

    Das mancher Aspidoras zum Ablaichen eine starke Strömung benötigt und das in sehr hektischer Art und Weise gelaicht wird, wurde an anderer Stelle schon berichtet. Man sollte also die Becken gut abdecken. Das man dieses Verhalten nicht unterschätzen darf zeigt dieses Bild und folgende kurze Geschichte. Besagtes Becken ist in der Mitte geteilt - und eigentlich eine eigene Geschichte wert, denn es ist speziell an meine Fensterbank angepasst (die rechte Seite länger als die linke und die Rückseite schräg nach innen, damit das Fenster angekippt werden kann) - links befinden sich A. eurycephalus und rechts C118. Ebenfalls auf der rechten Seite (man kann es auf dem Bild sehen) ein eingehängtes Becken zur Aufzucht der Larven. Kurz und gut, eines Tages fand ich ein Männchen der eurycephalus in diesem eingehängten Becken! Das Becken ist abgedeckt und hat zur Mitte nur einen kleinen Spalt für Kabel und Luftschlauch. Der Abstand zwischen Wasseroberfläche und Deckscheibe beträgt 8 cm!


    ZOOM ZOOM ZOOM

    Hier einmal der Größenvergleich von Ei und Larve (jeweils am 1. Tag). Rastergröße 1mm x 1mm
    Wie man sieht beträgt der Eidurchmesser bei dieser Art 2 mm.




    Hier ist die fast abgeschlossene Entwicklung eines Jungfisches zu sehen. Alle Flossen sind ausgebildet, der Flossensaum ist aber noch deutlich zu erkennen.


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    junge Aspidoras spec. bei der Futtersuche



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