Aspidoras sp. "Senger" by Eric Bodrock ( USA )

Die folgende Aspidoras-Art wurde in der DATZ 12/2003 mit der Codenummer C 118 belegt!
übersetzt von Stefan Hetz

Dies Art ist eine neue unbeschriebene Aspidoras- Art die erst kürzlich von Erik Schiller nachgezogen wurde. Der Name "Senger" wird hier im Zusammenhang mit der "Ausrichtung" des Fisches verwendet, so dass dieser Name bis zur endgültigen wissenschaftlichen Beschreibung der Art in unserem Hobby mit dem Namen Aspidoras species (sp.) "Senger" bezeichnet werden sollte.

Ich bin in der glücklichen Lage neben meinen amerikanischen Freunden auch "Fischfreunde" in Deutschland zu kennen, die wiederum mit Erik Schiller befreundet sind. So ein bis zweimal im Jahr hat mindestens einer meiner Freunde die Gelegenheit, Deutschland zu besuchen und mir freundlicherweise Fische von dort mitzubringen. So kam ich im November 2002, also vor acht Monaten zu meiner kleinen Gruppe von Raritäten. Als ich meine Fische bekam, waren diese noch sehr klein, so dass die Geschlechter noch nicht unterschieden werden konnten. Aber wie bei den meisten Aspidoras- Arten ist das Wachstum sehr schnell und nach einigen Monaten waren sie schon 25 mm lang oder noch länger. Als sie diese Adultgröße erreichten, fingen sie, für mich völlig überraschend, zu laichen an. Die Gruppe von acht adulten Tieren ist in einem 50 Liter Aquarium ohne Bodengrund untergebracht. Die Bodenscheibe ist schwarz gestrichen, ein leistungsfähiger Schwammfilter mit hohem Luftdurchsatz sorgt für gute Belüftung und Umwälzung. Alle sieben bis zehn Tage wird ca. die Hälfte des Wassers gewechselt. Der pH schwankt zwischen 6,6 und 7,0 zwischen den Wasserwechseln. Die Temperatur beträgt ca. 22C, der Leitwert ist ca. 260 µS/cm. Die Tiere werden mit lebenden schwarzen Mückenlarven, gefrorenen roten Mückenlarven, lebenden Artemianauplien und wenig Granulatfutter sowie Flockenfutter normalerweise zweimal am Tag gefüttert.

Sie legen die Eier normalerweise entweder in einem kleinen Gelege von 20 bis 30 Stück an die Seitenscheibe eines Aquariums oder in einen Wollmop auf dem Boden des Beckens oder und jetzt passt mal auf in das Ausströmrohr des Schwammfilters! Wahrscheinlich mögen sie die starke Strömung. Am Anfang laichten sie alle fünf Tage aber kein einziger Jungfisch schlüpfte. Die Eier waren wahrscheinlich schon von Anfang an "schlecht"; ich führte das auf das geringe Alter der Tiere zurück. Laichten sie, weil sie groß genug waren, was noch lange nicht heißt, dass sie geschlechtsreif waren und lebensfähigen Laich hervorbringen konnten? Ich halte das für ein generelles Problem welches bei vielen Corydoras- Arten auch auftritt. Nach einigen Wochen schlüpften zumindest ein bis zwei Jungfische pro Gelege. Ich gewöhnte mich an den Gedanken, dass die Schlupfrate mit der Zeit schon noch steigen würde. Ich fing jetzt auch an, jede Woche einige Liter Umkehrosmosewasser zuzugeben, um den Leitwert auf ca. 160 µS/cm zu senken. Die Schlupfrate nahm langsam zu und im Moment liegt sie bei 40 bis 50 Prozent. Ich führe das auf das Alter der Tiere zurück und das weichere Wasser schadet sicher auch nicht.

Die Art ist einfach zu pflegen, sehr aktiv und friedlich wie alle Aspidoras- Arten. Sie wäre sicher, trotz ihrer im Moment noch recht seltenen Verbreitung, eine schöne Bereicherung für ein Gesellschaftsaquarium mit kleineren Fischarten.