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  • Auf dieser Seite sind alle derzeit wissenschaftlich gültigen Arten mit Ihrer Typuslokalität (Original - Fundort), Synonymen und der Titel der Artbeschreibung aufgelistet. Wir sind gern bereit bei Interesse, gegen eine Gebühr für Porto und Kopieraufwand, Ihnen Kopien dieser Beschreibungen zukommen zu lassen.

    Bemerkungen zur Gattung Aspidoras

    Anatomische Beschreibung der Gattung Aspidoras

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    Aspidoras albater

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Goiás, Rio Tocantinzinha bei Sao Joao da Alianca, Rio-Tocantins-Flußsystem.
    Größe:
    In der Erstbeschreibung wird bei diesem Wels eine Standardlänge von 35,6 mm angegeben.
    Lebendfärbung:
    Die Grundfarbe ist gelblich-braun
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Der innere Rand des Brustflossenstachels ist leicht gezahnt. Die Brust- und Rückenflossenstachel sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Die Rückenflossenstrahlen sind mit ein oder zwei horizontalen Reihen grauer Punkte gezeichnet. Der Fettflossenstachel ist grau, die Fettflosse selbst ist unpigmentiert. Auf der Schwanzflosse verlaufen drei ausgedehnte vertikal, unregelmäßige Linien. Brust- und Bauchflossen sind unpigmentiert und farblos. Ungefähr in der Mitte der Afterflosse erkennt man einen dunklen Punkt, der sich über mehrere Strahlen hinzieht. Die Oberlippenbarteln reichen etwas über den Kiemendeckel hinweg.
    Aussehen (Körper):
    Vier große, unregelmäßig schiefe, fast dunkelbraune bis schwarze Flecken auf dem Körper sowie kleinere Punkte oberhalb der Mittellinie, sind ein deutliches Erkennungsmerkmal von Aspidoras albater. Auf dem Kopf verteilen sich mehrere dunkle Flecken. Laut Evers (1994) gelangten im Jahr 1987 unter der Bezeichnung Corydoras macropterus mehrere Tiere nach Deutschland und England. Bei den importierten Tieren traten enorme Verluste auf, auch die Welse von Herrn Evers verstarben ohne äußerlich erkennbare Gründe. Ich bin der Meinung, dass es sich bei diesem Tier nicht um einen Aspidoras sondern um einen weibliches Tier von Corydoras macropterus handelt. Auch ich erhielt von Robert Budrovcan zwei Paare von Corydoras macropterus. Typisch für diese Art ist, dass die Männchen lange Brust- und Rückenflossenstrahlen haben.
    Etymologie:
    Der spezifische Name wird vom lateinischen Wort "albus" (weiß) und vom lateinischen Wort "ater" (schwarz) zusammengestellt. Er wurde in Anlehnung zum Farbenmuster abgeleitet.
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    Aspidoras belenos

    Britto, 1998
    Two new species of the genus Aspidoras (Siluriformes: Callichthyidae) from Central Brazil. Ichthyol. Explor. Freshwaters, no. 8 ; (4) ; S. 359-368
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Mato Grosso, Nebenfluß bei Primavera do Leste; Rio-das-Mortes-Einzug im Araguaia-Flußsystem.
    Größe:
    Als Holotyp gibt Britto ein weibliches Tier mit 27,8 mm Standardlänge an.
    Farbe:(konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe ist ein sehr helles Gelb.
    Lebendfärbung:
    Die Grundfarbe ist silbrig. Die Mehrzahl der bei den konservierten Tieren braun gefärbten Bereiche, glänzen bei lebenden Tieren unterschiedlich stark goldfarben. Einen weiteren goldenen Fleck erkennt man auf der oberen Hälfte des Auges.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Folgende Daten gibt Britto in seiner Arbeit an: "Die Oberlippenbarteln erreichen die untere Grenze der Kiemendeckel. Der Rückenflossenstachel ist kleiner als die ersten drei Rückenflossenstrahlen. Auch der Brustflossenstachel ist kleiner als die ersten drei Brustflossenstrahlen, die winzige Hautzähnchen auf dem Außenrand aufweisen; Der innere Rand des Brustflossenstachels hat gegabelte Auszackungen". Die Rückenflosse ist mit drei Querreihen brauner Punkte gezeichnet die sich jeweils auf dem unteren, mittleren und oberen Teil befinden. Der Rückenflossenstachel ist bis zur Hälfte hellbraun. Auch die Fettflosse ist hellbraun. Die Afterflosse besitzt eine Reihe brauner Punkte auf den Strahlen. Die Schwanzflosse weist drei Reihen schiefer, dunkler, brauner Punkte auf, die schräg auf den Strahlen verlaufen und ein Streifenmuster zeigen.
    Aussehen: (Körper)
    Auf dem hinteren Teil des Kopfes befindet sich ein brauner Fleck. Zwei weitere kleine, braune Flecke umgeben die Nasenlöcher. Diese Flecke verbinden sich mit einem, größeren, hinteren Fleck. Zwei dunkle braune Flecke erkennt man auf der Schnauzenspitze. Weitere zwei kleine braune Flecke auf den Kopfseiten, der obere ist verlängert und umgibt den hinteren Rand des Auges. Drei kleine braune Flecke zeichnen sich auf dem mittleren und unteren Teil der Kiemendeckel ab. Zwei große braune Flecke erkennt man entlang der Rückenlinie unter der Rückenflosse und ein großer dunkler Fleck unter der Fettflosse. Eine Reihe brauner Flecke reiht sich entlang der Mittellinie. Mehrere dunkle Flecke erkennt man am unteren Körperrand über den Brust-, Bauch- und der Afterflossen.
    Etymologie:
    Der Name "belenos" stammt aus der keltischen Mythologie (Gott Belenos) und bedeutet so viel wie "Wer der glänzt". Der Name wurde in Anlehnung auf die irisierende Farbe lebender Tiere gegeben.
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    Aspidoras brunneus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien: Est. Mato Grosso, Serra do Roncador.
    Größe:
    In der Erstbeschreibung wird eine Standardlänge von 20,9 mm angegeben.
    Farbe:(konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist ein blasses gelbbraun. Die obere Hälfte des Körpers, bis ungefähr zur Mittellinie und schräg verlaufend bis nahe zur Schwanzflossenunterseite, ist braun. Die Färbung auf der unteren Seite des Körpers wechselt unregelmäßig von hellen (gelbbraunen) zu dunklen Stellen.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Innenseiten der Brustflossenstacheln sind stark gezähnt. Rücken- und Brustflossenstachel sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Diese Art besitzt lange Oberlippenbarteln, welche die Kiemenöffnungen erreichen können. Die Rückenflosse besitzt einen dunklen Fleck an der Unterseite der ersten drei Strahlen, gefolgt von einem hellen (gelbbraunen), unpigmentierten Bereich. Der obere Teil der Rückenflossenstrahlen kann ein dunkles Pigment zeigen. Bei einigen Exemplaren wird dieses Pigment weiter unten auf den Strahlen der Rückenflosse sichtbar und von einer unpigmentierten Spitze gefolgt. Die Fettflosse ist in den meisten Exemplaren braun. Auf der Schwanzflosse zeigen sich zwei oder drei schiefe dunkle braune Linien. Die Schwanzflossenspitzen waren in allen sechs Exemplaren beschädigt. Einen ziemlich großen, dunklen, braunen, Fleck erkennt man in der hinteren Hälfte der Afterflosse. Die Bauchflossen sind unpigmentiert. Die Brustflossen sind normalerweise mit einigen dunklen, unregelmäßigen und schwachen Markierungen gezeichnet.
    Aussehen: (Körper)
    Auf dem verknöcherten Teil der nackten Schnauze sind unregelmäßig dunkle braune Sprenkel verteilt. Unterhalb der Mittellinie ist der Körper mit unregelmäßigen und unterschiedlich großen Flecke bedeckt.
    Etymologie:
    Der spezifische Name wird von dem mittelalterlichen lateinischen "brunneus" abgeleitet, das soviel wie "düster" und "dunkel" bedeutet. In Anlehnung zum dunklen Farbmuster von Aspidoras brunneus.
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    Aspidoras carvalhoi

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien :Est. Ceará, Acude Canabrara, Guaramiranga.
    Größe:
    In der Erstbeschreibung wird eine Standardlänge von 25,4 mm angegeben. Es handelt sich um den Holotyp.
    Farbe:(konservierte Tiere)
    Der Farbton konservierter Exemplare ist ein einheitliches Gelb.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Innenseiten der Brustflossenstachel sind stark gezahnt. Rücken- und Brustflossenstachel sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Die Unterlippenbarteln sind im Vergleich zu den anderen Aspidoras-Arten fast doppelt so lang und reichen bis an die Kiemenöffnungen.
    Aussehen: (Körper)
    Diese Art zeigt kein richtiges Farbmuster, nur einige dunkle braune kleine Pigmentpunkte konzentrieren sich entlang der Körperseiten oder nähern sich dem hinteren Rand der Körperseiten.
    Etymologie:
    Benannt ist dieser Aspidoras zu Ehren des Direktor des National Museums von Rio de Janeiro, Dr. Antenor Leitao de Carvalho, der den beiden Ichthyologen Nijssen & Isbrücker viele Aspidoras-Arten als Leihgabe überließ.
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    Aspidoras depinnai

    Britto, 2000
    Aspidoras depinnai ( Siluriformes: Callichthyidae ), a new species from Northeastern Brazil Copeia, vol. 4 ; S 1048-1055
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Pernambuco, Rio-Ipojuca-System.
    Größe:
    Beim Holotyp handelt es sich um ein weibliches Exemplar mit einer Standardlänge von 32,5 mm.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Ober- und Unterlippenbarteln sind lang und erreichen fast die untere Grenze der Kiemendeckel. Das obere Paar Oberlippenbarteln ist leicht braun mit winzigen braunen Punkten, die anderen Barteln sind ohne Zeichnung. Rücken, Brust und Fettflossenstachel sind mit winzigen Hautzähnchen besetzt. Die Brustflossenstacheln sind kürzer als die nachfolgenden sieben Weichstrahlen, ihre Innenseite ist kräftig gezackt. In der Mitte des Brustflossenstachels sind sie gabelförmig gezackt. Beide Brustflossenstachel und die ersten vier Weichstrahlen besitzen winzige dunkelbraune Punkte. Alle Brustflossenstrahlen sind gelblich bis leicht braun gefärbt. Die Membranen dazwischen sind farblos. Auch die Bauchflossen haben keinerlei Zeichnungsmuster. Ungefähr in der Mitte der Rückenflosse verläuft ein dunkler Streifen quer über alle Flossenstrahlen. Die Rückenflossenstrahlen sind schwach braun gefärbt, die Membranen dazwischen sind farblos. Der Fettflossenstachel ist schwach braun, auf dem hinteren Teil der Fettflossenmembranen zeichnet sich ein dunkler, brauner Punkt ab. Auf der Schwanzflosse erkennt man drei Reihen kleiner, dunkelbrauner Punkte, die vertikale Linien ergeben. Die Schwanzflossenmembranen sind farblos. Auf dem zweiten bis hin zum viertem Afterflossenstrahl befindet sich, vereinzelt, ein dunkler Punkt der ungefähr in der Mitte liegt.
    Aussehen: (Körper)
    Wie bei Aspidoras virgulatus sind auch bei Aspidoras depinnai die Seiten des Kopfes mit winzigen Hautzähnchen versehen. Eine Reihe kleiner dunkelbrauner Flecke ist auf der Schnauze bis zur Nasenöffnung verstreut. Unregelmäßige und vereinzelte braune Linien verlaufen von der Schnauzenspitze bis hin zum Auge. Die Kopfunterseite ist ohne jegliche Zeichnungselemente. Große, dunkle, braune, Punkte bedecken diesen Wels in der oberen Körperhälfte bis zum Rücken und auf der Mittellinie. Dieses Fleckemuster verbindet sich teilweise miteinander. Die Bauchseite ist hell. Die Basis (am Rückenfirst) der ersten vier Rückenflossenstrahlen ist dunkel gezeichnet.
    Farbe:(konservierte Tiere)
    Die Farbe konservierter Exemplare beschreibt Britto wie folgt: "Grundfarbe ist gelblich".
    Etymologie:
    Der Name "depinnai" ist ein Dedikationsname und wurde zu Ehren von Mario de Pinna vergeben, der die ersten Welse dieser Art entdeckte.
    Anmerkung:
    Berichte über Panzerwelse aus dieser ungewöhnlichen Region im Nordosten Brasiliens sind sehr spärlich. R. Reis berichtete 1993 über zwei Arten aus dem Rio Sáo Francisco. Es handelte sich dabei um Corydoras garbei (Ihering, 1911) und Corydoras multimaculatus (Steindachner, 1907). In letzter Zeit ist ein weiterer Panzerwels aus dem Rio Sáo Francisco nach Deutschland eingeführt worden. Es handelt sich dabei um einen Corydoras mit der Code-Nummer C 57. Diese Welse sehen Corydoras garbei sehr ähnlich und werden auch als Corydoras cf. garbei bezeichnet. Somit ist Aspidoras depinnai der erste beschriebene Panzerwelse aus dieser Region.
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    Aspidoras eurycephalus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Goiás, Rio-Tocantins-System, Rio das Almas, ein Nebenfluß des Rio Maranhao. (15° S / 49° 30` W)

    Größe:
    Die Standardlänge des Holotypes geben Nijsen & Isbrücker mit 29,5 mm an. Bei diesen Aspidoras haben wir es aber mit einer recht großen Art zu tun. Die von mir gepflegten Welse haben eine Gesamtlänge von 6 cm (Weibchen). Die Männchen dagegen bleiben um etwa 1 cm kleiner und sind viel schlanker. Den beiden Ichthyologen stand somit zur Bestimmung dieser Art kein ausgewachsenes Exemplar des Holotypes zur Verfügung !
    Lebendfärbung:
    Die Grundfarbe von Aspidoras eurycephalus ist gelblich, zum Bauch hin heller werdend. Der Bereich um die Augen, die Kiemendeckel und der Bereich entlang der Mittellinie glänzen silbern.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Rücken- und Brustflossenstachel dieser Art sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Weiterhin besitzt Aspidoras eurycephalus zwei kurze Unterlippenbarteln und zwei Paar lange Oberlippenbarteln. Die Innenseite des Brustflossenstachels ist mäßig gezackt. Auffallend ist ein großer dreieckiger Fleck in der Rückenflosse, dieser nimmt fast die gesamte Rückenflosse ein, gefolgt von einer gelblichen Flossenspitze. Die Fettflosse selber ist unpigmentiert, nur auf den Fettflossenstachel kann man deutlich zwei schwarze, längliche Markierungen erkennen. Fünf Reihen kleiner schwarzer Punkte, die vertikale Linien ergeben, sind sowohl bei Jungtieren wie auch bei adulten Welsen gut sichtbar. Der Brustflossenstachel ist dunkel pigmentiert, vereinzelte winzige Punkte verteilen sich auf den Brustflossenmembranen. Auf der Afterflosse befinden sich zwei längliche, dunkle Markierungen. Die Bauchflossen sind völlig unpigmentiert. Bei den männlichen Tieren ist die Rückeflosse stimmungsabhängig schwarz gefärbt.
    Aussehen: (Körper)
    Auf der Schnauze sind viele winzige, braune Punkte verteilt. Viele dunkle Flecken bedecken den Körper, die sich im vorderen Körperbereich miteinander verbinden. Nur im hinteren Körperbereich sind noch mehrere dunkle Flecken zu erkennen. Bei laichbereiten Weibchen verblassen sämtliche Punktierungen im vorderen Körperbereich, auch die schwarze Zeichnung in der Rückenflosse ist kaum noch sichtbar. Männliche Aspidoras eurycephalus dagegen glänzen während der Balz richtig. Wie bei anderen Aspidoras-Arten die im Arbeitskreis BSSW vermehrt werden zeigen Jungfische von Aspidoras eurycephalus ein kontrastreicheres Zeichnungsmuster.
    Etymologie:
    Der Name "eurycephalus" stammt aus dem Griechischen. Er setzt sich zusammen aus: "eurus" bedeutet soviel wie weit (breit), umfangreich und aus dem Wort "cephalus" was "Kopf" bedeutet. Der Name wurde in Anlehnung an die interorbitale Breite (den Kopfbereich zwischen den Augen) gegeben und weißt auf den großen Augenabstand dieser Art hin.
    Anmerkung:
    Aspidoras eurycephalus ist sehr schwer zum Ablaichen zu bewegen. Meist führt ein Standortwechsel, also ein Umsetzen der Welse, zum gewünschten Erfolg. Abgelaicht wird dann in den frühen Morgenstunden. Bevorzugtes Substrat waren immer wieder die Blätter von Anubias nana. Pro Weibchen werden ca. 50 Eier, meist bestehend aus zwei Gelegen, abgelaicht. Die Jungfische schlüpfen bei 26 °C nach 3 Tagen. Bei dieser Art hatte ich immer wieder Probleme mit der Aufzucht der Jungen. Trotz großer Sauberkeit und häufigem Wasserwechsel verblieben mir am Ende nie mehr als die Hälfte der Jungfische. Auch eine Aufzucht bei 24 °C änderte daran nichts. Bei einer Größe unter 2 cm ist bei dieser Art immer mit Verlusten zu rechnen. Bei anderen Arten (Aspidoras spilotus oder Aspidoras poecilus) traten nie Probleme auf. Die Tiere können auch durch einen größeren Wasserwechsel und das Zuschalten einer Strömungspumpe - Idealerweise mit aufgesetztem Diffusor zur Sauerstoffanreicherung - zum Ablaichen angeregt werden. Voraussetzung ist allerdings ein deutlicher Laichansatz der Weibchen (siehe Bild unten). Beobachtungen haben gezeigt, dass die Strömung allein nicht ausreicht, wichtig sind Ablaichplätze im Strömungsbereich. Anubias die direkt auf der Strömungspumpe liegen leisten da gute Dienste.

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    Aspidoras fuscoguttatus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Mato Grosso, Rio-Paraná-System, im Fluß Corguinho, an der Straße nach Tres Lagoas.
    Größe:
    In der Erstbeschreibung von 1976 wird eine Standardlänge von 32,0 mm angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist ein helles Gelbbraun.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Innenseite des Brustflossenstachels ist leicht gezahnt. Recht lange Oberlippenbarteln, die bei manchen Tieren bis zum Ansatz der Brustflossen gehen können, sind gut erkennbar. Die Rückenflosse besitzt eine Anzahl von dunklen, etwas verlängerten Punkten mit einer variablen Verteilung über Strahlen und Membrane. Die Fettflosse ist mit einem kleinen, dunkelbraunen, zentralen oder im oberen Teil befindlichen, Punkt versehen. Drei Reihen von kleinen, dunklen, braunen Punkten bilden in der Schwanzflosse, mehr oder weniger regelmäßige, vertikale Linien oder Zickzacklinie. Die Afterflosse ist normalerweise mit einigen schwachen Punkten an der Unterseite versehen. Manche Exemplare haben auch einige solcher Punkte am Rand der Strahlen. Die Bauchflossen sind unpigmentiert. Auf der Oberseite der Brustflossen kann man eine bräunliche Pigmentierung oder auch unregelmäßige dunkelbraune Punkte erkennen.
    Aussehen: (Körper)
    Die Oberseite, die Seiten des Kopfes, Kiemendeckel und der Schnauze sind braun marmoriert. Bei den meisten Exemplaren verläuft eine braune, schiefe Linie, vom Auge hinunter zur Schnauzenspitze. Die Oberseite und die Seiten des Körpers zeigen drei unterschiedliche Arten von dunkleren Markierungen:
    1. Ziemlich große, unregelmäßige Flecke entlang der Mittellinie.
    2. Mittelgroße, unregelmäßige schwache Flecke gerade unter der Oberseite des Körpers und gerade über der Bauchseite des Körpers.
    3. Eine Reihe ziemlich regelmäßiger, kleiner rundlicher Tupfen (in einigen Exemplaren sind diese in Reihen angeordnet).
    Diese Tupfen können sichtbar sein oder bei einigen Exemplaren auch fehlen. Oberhalb der seitlichen Körperlinie ist Aspidoras fuscoguttatus gelbbraun schattiert.
    Etymologie:
    Der Name setzt sich aus dem lateinischen Wort "fuscus" (dunkel, schwärzlich) und dem auch aus den lateinischen stammenden Wort "guttatus" (fleckig, gepunktet) zusammen und wurde in Anlehnung an das Farbmuster von Aspidoras fuscoguttatus gegeben.
    Anmerkung:
    Aspidoras fuscoguttatus ist eine im Farbmuster sehr variable Art. Ohne genaue Fundortangabe ist diese Aspidoras-Art sehr schwer zu identifizieren.
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    Aspidoras lakoi

    Miranda Ribeiro, 1949
    Duas novas especies de peixes na colecao Ictiologica do Museu Nacional ( Pisces, Callichthyidae et Pygidiidae ). Rev. Brasil. Biol., vol. 9 ; no. 2 ; S.143-145
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Minas Gerais, Rio-Paraná-System, ein Seitenarm des Rio Grande.
    Größe:
    Der Holotyp wird mit 33,4 mm Standardlänge angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Holotypes ist gelblich.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Innenseite der Brustflossenstacheln sind schwach gezahnt. Rücken- und Brustflossenstacheln sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Diese Art besitzt lange Oberlippenbarteln, die bis zum Ansatz der Brustflossen gehen können. Die ersten Strahlen der Fettflosse und Teile der Membrane sind braun. Die Rückenflosse ist mit einigen kleinen, braunen Punkten versehen. Der obere Teil der Brustflosse ist bräunlich. An der Basis der Afterflosse zeichnet sich ein großer Punkt ab, gefolgt von einer hellen gelbbraunen Zone, die von einer schiefen dunklen gelbbraunen Zone gefolgt wird. Nur die Spitzen der Afterflossenstrahlen sind pigmentiert. Der größere Teil der Schwanzflosse war abgebrochen, da aber ein recht gutes Foto dieses Exemplars in der Originalbeschreibung veröffentlicht wurde, ist folgendes zu sehen: Wenn viele kleine, braune Punkte angeordnet sind, ergeben diese vier, mehr oder weniger, regelmäßige vertikale Linien.
    Aussehen: (Körper)
    Große, unregelmäßig braune Flecken (Original schwarz?) wechseln über die Seiten des Körpers.
    Etymologie:
    Der Name wurde zu Ehren Herrn Carlos Lako vergeben, der die Welse 1949 sammelte und beschrieb.
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    Aspidoras maculosus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Bahia, Rio Paiaia, in den Oberläufen des Rio Itapicuru.
    Größe:
    Die Größe des Holotypes wird mit 37,2 mm angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist ein helles Gelbbraun.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Der innere Rand des Brustflossenstachels ist gezackt. Rücken- und Brustflossenstacheln sind deutlich kürzer als die angrenzenden Flossenstrahlen. Die Fettflosse besitzt bei manchen Exemplaren einen braunen Punkt. Die Schwanzflosse ist mit bis zu vier schmalen, vertikalen Linien auf den Strahlen gezeichnet. Kleine Pigmentierungen erkennt man in den After- und Bauchflossen. Die Brustflossen sind manchmal mit einem braunen Pigment auf der Oberseite versehen. Die langen Oberlippenbarteln reichen bis an den unteren Rand der Kiemenöffnungen.
    Aussehen: (Körper)
    Der Körper ist mit mehreren rundlichen oder unregelmäßigen braunen Punkten bedeckt, die an und nahe der Mittellinie der Körperseiten liegen. Bei einigen Tieren sind die Punkte zu unregelmäßigen oder verlängerten braunen Markierungen verbunden. Im Allgemeinen ähnelt das Farbmuster des Körpers und des Kopfes von Aspidoras maculosus dem von Aspidoras raimundi. Letzterer lässt sich durch seine fast dreieckige dunkle Zeichnung in der Rückenflosse identifizieren.
    Etymologie:
    Der spezifische Name wird von den lateinischen Wort "maculosus" abgeleitet, das so viel wie gepunktet, gesprenkelt und scheckig bedeutet (in Anlehnung an das Farbmuster von Aspidoras maculosus).
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    Aspidoras menezesi

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Ceará, Rio Granjeiro bei Crato, Rio Salgado-Fluss-System.
    Größe:
    Als Standardlänge des Holotypes werden 41,8 mm angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist blass-gelb.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Brust- und Rückenflossenstacheln sind deutlich kürzer als die angrenzenden Strahlen. Die Oberlippenbarteln erreichen gerade die Unterseite der Kiemenöffnungen. Der innere Rand des Brustflossenstachels ist mäßig gezackt. Die Rückenflosse zeigt einige braune Punkte. Es gibt Tiere mit etwas bräunlicher Färbung im Unterteil der Flosse. Die Fettflosse ist unpigmentiert oder manchmal mit einem schwachen, bräunlichen Punkt versehen. Auf der Schwanzflosse sieht man bis zu vier vertikale oder schiefe Reihen kleiner, dunkeler brauner Punkte, die schmale Linien bilden. Auch die After-, Bauch- und Brustflossen sind unpigmentiert. Der Brustflossenstachel selbst ist bräunlich.
    Aussehen: (Körper)
    Die Oberseite des Kopfes, der Schnauze und der Kiemendeckel ist fein braun marmoriert. Auf den Körperseiten erkennt man mittelgroße, unregelmäßig dunkle, braune Flecke. Diese sind am deutlichsten entlang der Mittellinie zu erkennen. Mitunter vereinigen sie sich in einen verlängerten horizontalen Fleck. Die obere Hälfte des Körpers ist mit einigen schwer definierbaren, marmoriert, braunen Flecke bedeckt. Die untere Hälfte des Körpers ist unpigmentiert, außer einem braunen Punkt, der bei manchen Tieren mit der Pigmentierung entlang der Mittellinie verbunden ist.
    Etymologie:
    Die Art wurde zu Ehren von Dr. Rui Simoes de Menezes benannt, der die ersten Tiere sammelte.
    Anmerkung:
    Eine Art, die Aspidoras menezesi sehr ähnlich ist, wurde schon von verschiedenen Aquarianern vermehrt. Bis nicht eindeutig geklärt ist, ob diese Welse der Art "menezesi" zuzuordnen sind, benenne ich diese Art Aspidoras cf. menezesi. Aspidoras cf. menezesi ist recht einfach zu vermehren. Auch das Wachstum der Jungfische ist sehr zügig. Die Tiere dieser Art legen ihre Eier im Bereich der stärksten Wasserströmung ab. Immer wieder schwammen die kleinen Welse in direkter Linie gegen das Ausströmerrohr des Innenfilters. An diesem Rohr wurden auch die Eier angeheftet. Erstaunlich war, dass die Eier auch bei dieser Strömung kleben blieben. Von diesem Verhalten abgeleitet, kann man schließen, dass Aspidoras cf. menezesi eine sehr strömungsliebende Art ist oder in der Laichzeit (Regenzeit) strömungsreiche Gebiete aufsucht.
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    Aspidoras microgalaeus

    Britto, 1998
    Two new species of the genus Aspidoras (Siluriformes: Callichthyidae) from Central Brazil. Ichthyol. Explor. Freshwaters, no. 8 ; (4) ; S. 359-368
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Mato Grosso, Nebenfluss des Rio Culuene, Rio-Xingu-Einzug.
    Größe:
    Als Holotyp gibt Britto ein weibliches Tier mit 27,5mm SL an.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Oberlippenbarteln erreichen die untere Grenze der Kiemendeckel, einzelne Tiere besitzen außer den Unterlippenbarteln noch zwei winzige Barteln auf der unteren Lippe. Manchmal zeigen die hellbraunen Oberlippenbarteln drei bis vier braune Punkte. Winzige Hautzähnchen befinden sich zwischen den Knochenplatten im Ansatzbereich der Brustflossen, bei größeren Exemplaren auch auf den unteren Körperseiten. Der Rückenflossenstachel ist kürzer als die ersten sechs Rückenflossenstrahlen. Auch ist der Brustflossenstachel kürzer als die ersten sieben Brustflossenstrahlen. Der Stachel ist mit winzigen Hautzähnchen auf dem äußeren Rand besetzt, sein innerer Rand ist gezackt. Bei einigen Exemplaren befinden sich kleine braune Punkte auf den hellbraunen Brustflossenstacheln und den ersten vier bis sechs Strahlen. Die Rückenflosse ist mit einen dunklen Streifen auf seiner Unterseite und zwei bis drei Reihen brauner Punkte auf den Strahlen versehen. Der Fettflossenstachel ist hellbraun, die Fettflossenmembrane besitzt einen kleinen, braunen Flecken auf der Oberseite. Die Bauchflossen sind gelblich gefärbt und haben keine Zeichnung. Auf der Afterflosse befinden sich eine Reihe brauner Punkte, etwa in der Mitte der Strahlen. Bei größeren Tieren erkennt man eine weitere Reihe Punkte, die sich auf den oberen Teil der Flosse begrenzt. Die Schwanzflosse selbst zeigt auf den Strahlen vier schiefe Reihen brauner Punkte.
    Lebendfärbung:
    Die Grundfarbe ist gelblich. Die Kiemendeckel glänzen golden.
    Aussehen: (Körper)
    Auf der Schnauze erkennt man viele kleine braune Punkte die nach oben hin, bis über die Augen hinweg größer werden. Von der Hinterhauptsplatte bis zur Fettflosse verläuft entlang des Rückens ein dunkler Streifen. Oberhalb der Mittellinie erkennt man einen gelblichen Streifen. Auf der Mittellinie selbst liegen ca. vier, große, dunkle Flecke. Die unteren Körperseiten glänzen golden. Am Bauch entlang, vom Ansatz der Bauchflossen bis zum Ansatzes des Schwanzes, zeichnen sich fünf kleinere dunkle Flecke ab.
    Etymologie:
    Der Name setzt sich aus dem griechischen Buchstaben µ (micro) = "klein" und dem lateinischen Wort "galaeus" = Helm", zusammen (in Anlehnung an die kleine Hinterhauptsplatte).
    Anmerkung:
    Hans-Georg Evers und Marco T. C. Lacerda konnten 1998 in der Serra do Roncador, Mato Grosso, Aspidoras microgalaeus fangen. Folgende Wasserwerte ermittelten sie in diesen Klarwasserbiotopen:
    - Leitfähigkeit bis etwa 20 µS/cm
    - pH-Wert um 5
    - Wassertemperatur 26 bis 28 °C
    Die Zucht dieser Art ist etwas schwieriger als die anderen Aspidoras-Arten die ich bereits vermehren konnte. Eine Gruppe dieser kleinen Aspidoras laicht in einem separaten Aquarium mehrmals hintereinander ab, ehe es zu einer größeren Laichpause kommt. Der Aufzucht muss etwas mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden, da die Jungfische in den ersten Tagen empfindlich auf Wasserverunreinigungen oder starke Wasserschwankungen reagieren.
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    Aspidoras pauciradiatus

    Weitzman & Isbrücker, 1970
    Synonym: Corydoras pauciradiatus Four new species and one new supspecies of the catfish genus Corydoras from Ecuador, Colombia and Brazil. Beaufortia, vol. 18 ; no. 233 ; S. 119-132
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Goiás, Rio Araguaia in der Nähe von Aruaná (14° 58' S / 51° 04' W).
    Eine "Variante" von Aspidoras pauciradiatus kommt aus den Bundesstaat Amazonas vom Rio Negro Sao Joao bei Tapurucuara.
    Größe:
    Der Holotyp wird in der Erstbeschreibung mit einer Standartlänge von 23,2 mm angegeben.
    Lebendfärbung:
    Die Grundfarbe lebender Exemplare ist gelblich (Weibchen), bis silbrig (Männchen)
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Der innere Rand des Brustflossenstachels ist stark gezackt. Die Rückenflosse besitzt einen großen schwarzen Fleck, auf Strahlen und Membrane und ein oder zwei schmale horizontale Bänder am Ende der Flosse. Die Fettflosse zeigt oberhalb einen schwarzen Fleck. Der Fettflossenstachel mit schwarzem Pigment. Brust- und Bauchflossen sind ohne dunkle Pigmente. Afterflosse mit ein oder zwei Reihen schwarzer Punkte. In der Schwanzflosse erkennt man ungefähr fünf Reihen von verengten schwarzen Streifen.
    Aussehen: (Körper)
    Die Oberseite der Schnauze ist braun mit 7 bis 8 unregelmäßig verteilten Punkten in einem dreieckigen Muster angeordnet. Das Ende des Dreiecks liegt an der Schnauzenspitze. Am Rücken verläuft ein gelblicher Streifen. Kleine braune Punkte verteilen sich über die Seiten des Körpers und des Kopfes und man erkennt 6 bis 10 Linien.
    Anmerkung:
    Weitzmann & Balph veröffentlichten 1979 eine Arbeit, worin Exemplare von Aspidoras pauciradiatus vorgestellt werden die einige Abweichungen zum Holotyp von Weitzman & Nijssen zeigen. Wichtigster Unterschied ist die Färbung der Bauchflossen. Bei den Rio Negro Exemplaren sind diese dunkel pigmentiert, bei den Exemplaren vom Rio Araguaia sind sie unpigmentiert. Evers suchte am Rio Araguaia vergebens nach Aspidoras pauciradiatus. Auch die Fischfänger vor Ort kennen die Art nicht. Aber am Rio Negro sind diese Tiere bekannt.
    Etymologie:
    Der Name kommt von dem lateinischen Wort "paucus" was soviel bedeutet wie "wenig" und dem Wort "radius" = Strahl der Sonne oder der Speiche eines Rades, folglich von einer Flosse im Hinweis auf die geringe Anzahl Flossenstrahlen in der Rücken- und Brustflosse.
    Zucht:
    Die Zucht dieser kleinen Aspidoras-Art gelingt am einfachsten in einen dicht bepflanzten Aquarium ohne Beifische. Häufiger Frischwasserwechsel lösen das Ablaichen aus. Die meist scheuen Welse schwimmen unruhig umher. Nur sehr wenige Eier fand ich, einzeln angeheftet, an Blattunterseiten und im Wurzelgeflecht der Anubias-Büschel. Alle abgesammelten Eier verpilzten sehr schnell. Bei späteren Laichgaben wurden die Eier im Aquarium belassen. Einzelne Jungfische entwickelten sich ohne besondere Pflege zu prächtigen Exemplaren. Mit 12 Tieren (davon vier Weibchen) vergrößerte sich die Gruppe innerhalb eines halben Jahres auf 23 Tiere. zurück

    Aspidoras poecilus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Mato Groso, oberer Rio Xingu bei Porori.
    Größe:
    Die Größe des Holotypes wird mit 29,2 mm und die des Paratypes mit 35,3 mm angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist blass-gelblich. Die Oberseite und die Seiten des Kopfes, der Kiemendeckel und der Schnauze sind hellbraun marmoriert.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Oberlippenbarteln erreichen den unteren Rand der Kiemenöffnungen. Der innerer Rand des Brustflossenstachels ist leicht gezackt. An der Rückenflossenbasis erkennt man einen großen, ovalen, braunen Fleck. Er verläuft vom Rückenflossenstachel aus bis zum vierten Weichstrahl. Ein weiterer, kleinerer Fleck liegt an der Rückenflossenbasis. Dieser verläuft bis in den Rücken hinein. Im oberen Teil der Rückenflosse zeichnet sich ein weiterer großer, ovaler, dunkler Fleck ab. Über diesem Fleck ist die Rückenflosse gelblich. Der Fettflossenstachel ist mit einigen braunen Punkten, entlang der Rückenflossenbasis und im oberen Teil seiner Membrane, schwach braun pigmentiert. Die Schwanzflossenstrahlen besitzen verlängerte braune Punkte, die drei oder vier unregelmäßig, vertikale Linien ergeben. Auf der Afterflosse sind eine Reihe winzig brauner Punkte zu erkennen, die U-förmige Linien in den Flossen bilden. Die Bauchflossen sind unpigmentiert.
    Aussehen: (Körper)
    Auf beiden Körperseiten erkennt man schwach entwickelte Flecke, die aber auf beiden Seiten des Holotypes fast nicht sichtbar sind.
    Etymologie:
    Der Artname wird vom griechischen Wort "poecilus" abgeleitet und bedeutet soviel wie "vielfarbig, gescheckt, gesprenkelt oder beschmutzt" (in Anlehnung an das Farbmuster dieser Aspidoras-Art).
    Anmerkung (1):
    Dieser kleinere Vertreter der Gattung ist für mich, von der Zeichnung her, einer der kontrastreichsten Aspidoras die ich pflegen und auch vermehren konnte. Die Jungfischfärbung ähnelt der Zeichnung eines Leoparden. Auf dem fast farblosen Körper stechen die schwarzen, relativ großen Flecke stark hervor.
    Anmerkung (2):
    Herr Evers bereiste im Juli 1999 den Bundesstaat Goias, nahe der Stadt Aruaná und fing dort Aspidoras poecilus. Es handelte sich dabei um einen langsam fließenden Klarwasserfluß, einen Zufluß des Rio Araguaia, mit folgenden Wasserwerten:
    - pH-Wert : 6,0
    - Leitfähigkeit : 17 ms/cm
    - Temperatur : 28 °C (16.00 Uhr)
    - GH / KH : nicht nachweisbar
    Da die Untersuchungen in der Trockenzeit vorgenommen wurden, führte der Fluss kaum Wasser.
    Zucht:
    Das Ablaichen wird durch einen größeren Wasserwechsel oder durch das Einsetzen einer zusätzlichen Strömungspumpe ausgelöst. In den frühen Morgenstunden werden, bei ausgewachsenen Weibchen, bis zu 40 Eier abgelegt. Es sind meist zwei Gelege mit je 15 bis 20 Eiern. Bei 25 °C ist die weitere Aufzucht unproblematisch.
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    Aspidoras raimundi

    (Steindachner), 1907
    Synonym: Corydoras raimundi Steindachner legt eine Abhandlung: "Über eine neue Psilichthys-Art, Ps.cameroni aus den Flusse Cubatao im Staate S. Catharina, Brasilien" vor etc. Anz. Akad. Wiss. Wien, vol. 44 ; no. 6 ; S. 82-85
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Maranhao, oberer Rio Parnaiba bei Alto Parnaiba.
    Größe:
    Als Standardlänge (Paralectotyp) wird 32,6 mm angegeben.
    Lebendfärbung:
    Die Körpergrundfarbe ist gelblich. Der Bauch ist bei ausgewachsenen Weibchen gelblich, bei männlichen Exemplaren fast weiß.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Schwanzflosse weist meist fünf dunkle Querstreifen auf. Der Brustflossenstachel ist leicht pigmentiert. Brust- und Afterflossen sind dagegen unpigmentiert und farblos. Im oberen Teil der Fettflosse sind kleine dunkle Pünktchen sichtbar. Das wohl auffallendste an dieser Art ist die Zeichnung der Rückenflosse. Ein dunkles breites, fast dreieckiges Band, das fast die gesamte Rückenflosse einnimmt, befindet sich im oberen Teil. Der Rest der Flosse ist farblos.
    Aussehen: (Körper)
    Der Kopf ist dunkel und mit vielen dunklen Punkten besetzt, die aber kein ausgeprägtes Wurmlinienmuster ergeben. Große dunkle Flecke auf der Mittellinie ergeben ein dunkles Band. Über und unter diesem Band erkennt man einen punktfreien Bereich. Unterhalb der Rückenlinie verläuft eine weitere Reihe kleiner dunkler Flecke. Auf dem Rücken befinden sich drei goldene Punkte, wobei der erste und auch größte vor dem Ansatz der Rückenflosse liegt. Dieses Merkmal teilen sich mehrere Aspidoras-Arten.
    Etymologie:
    Bei der Namensgebung handelt es sich um einen Dedikationsnamen, zu wessen Ehren ist aber unbekannt.
    Anmerkung:
    Ingo Schindler und Wolfgang Staeck konnten Aspidoras raimundi an verschiedenen Fundorten im Bundesstaat Piaui nachweisen und auch lebend mit nach Deutschland bringen. Folgende Biotopdaten wurden ermittelt. Die Welse waren auf Sand- und Kiesboden zu finden, die Wassertemperaturen betrugen zwischen 27 bis 30 °C, der pH-Wert schwankte zwischen 6,2 bis 7,6. Diese Daten sind sowohl in der Trocken- als auch in der Regenzeit an vier verschiedenen Fundorten gemessen worden und stellen nur Durchschnittswerte dar.
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    Aspidoras rochai

    Ihering, 1907
    Diversas especies novas de peixes nematognathas do Brasil. Notas preliminares revisto do Museu Paulista, vol. 1 ; no. 1 ; S. 14-39
    Typuslokalität: Brasilien: Est. Ceará, Fortaleza.
    Größe:
    Die Standardlänge dieser Art wird mit 39,9 mm angegeben.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Nach der Erstbeschreibung aus dem Jahr 1907.
    "Brust- und Bauchflossen sind farblos; Afterflosse mit einigen Punkten, die eine Querlinie bilden. Rückenflosse an der Basis dunkel und hell in der Mitte. Dunkle Markierungen am Ende der Flosse. Schwanz mit 4 bis 6 (?) schiefen Reihen von kleinen Punkten". Der Brustflossenstachel ist in der Innenseite mäßig gezahnt. Lange Oberlippenbarteln reichen etwas über die Höhe der Augen hinaus. In einer Fußnote schreibt Ihering auf Seite 32: "Ich kann nicht die volle Beschreibung der Rücken- und Schwanzflosse hier angeben, weil sie in beiden typischen Probestücken stark beschädigt sind".
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Allgemeine Farbe der oberen Körperhälfte ist dunkelbraun, der untere Teil ist hell.
    Aussehen: (Körper)
    Mehrere helle gerundete Punkte auf den Kiemendeckeln und den Flanken. Über die Seitenlinien laufen, parallel, ein helles und ein unregelmäßiges Band vom Nacken bis zum Schwanz. Diese beiden Bänder vereinigen sich an der Front mit dem der anderen Seite.
    Etymologie:
    Der Name wurde zu Ehren des Entdeckers dieser Art im Jahre 1905 Francisco Dias da Rocha benannt.
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    Aspidoras spilotus

    Nijssen & Isbrücker, 1976
    The South American plated catfish genus Aspidoras R.von Ihering, 1907, with descriptions of nine new species from Brazil ( Pisces, Siluriformes, Callichthyidae ). Bijdragen tot de Dierkunde, no. 46; ( 1 ) ; S. 107-131
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Ceará, Riacho dos Macacos, Rio Acarau.
    Größe:
    Die Standardlänge wird mit 34,0 mm (Holotyp) angegeben.
    Farbe: (konservierte Tiere)
    Die Grundfarbe des Körpers und des Kopfes ist ein blasses Gelb.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die langen Oberlippenbarteln erreichen manchmal die untere Seite der Kiemenöffnungen, sie sind aber normalerweise kürzer. Der innere Rand des Brustflossenstachels ist fein bis mäßig gezackt. In der Rückenflosse sind kleine, dunkle, braune Punkte zu sehen, die ein oder zwei schmale horizontale oder etwas schiefe Linien bilden. Bei anderen Tieren bilden diese manchmal einen kleinen dreieckigen Fleck. Die Pigmentierung in der Rückenflosse beschränkt sich nicht nur auf die Strahlen, obwohl sie dort dichter ist als auf den Membranen. Eine leichte Punktierung sieht man an der Unterseite der ersten und an den letzten zwei oberen Flossenstrahlen. Der Fettflossenstachel und die obere Membran sind braun pigmentiert Auf der Schwanzflosse sind bis zu vier dunkle, braune, schiefe oder senkrechte Striche zu sehen. Die Afterflosse besitzt meistens einen schwachen, braunen Punkt. Die Bauchflossen sind nicht pigmentiert. Die Oberseiten der Brustflossen sind mit zahlreichen winzigen braunen Punkten bedeckt.
    Aussehen: (Körper)
    Dichte, dunkle braune Pigmente erkennt man auf der Oberseite und den Seiten des Kopfes, der Schnauze und auf den Kiemendeckeln. Außer einer schmalen blassen gelblichen Linie auf der Hinterhauptsplatte. Die Schnauze ist bei einigen Exemplaren etwas marmoriert. Der hintere Bereich der Hinterhauptsplatte ist manchmal mit einem hellen und einem dunklen, braunen, rundlichen Punkt versehen. Entlang der Körperseiten liegen dunkelbraune, ovale Punkte. Es gibt vier, mehr oder weniger große Punkte, die sich vereinigen und manchmal einen einzelnen Längsstab (von den Kiemendeckeln bis zur Unterseite der Schwanzflosse) bilden.
    Anmerkung:
    Nijssen & Isbrücker sprechen in der Erstbeschreibung von zwei unterschiedlichen "Mustern". Sie beschrieben Exemplare mit unterschiedlicher Standardlänge. Dabei handelt es sich um eine Jungfisch-Zeichnung und das Zeichnungsmuster eines ausgewachsenen Aspidoras spilotus. Auf Grund dieser Tatsache wird von zwei "Mustern" gesprochen. Nijssen & Isbrücker sprechen auch von zwei farblich unterschiedlichen Punkten auf der Hinterhauptsplatte. Lebende Exemplare besitzen tatsächlich einen schwarzen Punkt und einen, direkt vor dem Ansatz der Rückenflosse, goldenen Punkt.
    Farbe: (lebender Tiere)
    Die Grundfarbe lebender Tiere ist je nach Alter unterschiedlich. Jungtiere haben eine helle, gelbliche (fast silberne) Grundfarbe. Ausgewachsene Exemplare besitzen eine gelblich-bräunliche Körpergrundfarbe.
    Aussehen: (Körper)
    Der Körper zeigt eine dunkle Zeichnung. Auf der Mittellinie befinden sich 3 bis 4 große Flecke. Die Körperoberseite und die Körperunterseite besitzen kleinere, dunkle Punkte. Bei ausgewachsenen Tieren sind die Flecke auf der Mittellinie zu einem oder zwei Balken verbunden. Die anderen Punkte an den Körperseiten sind verwaschen und schwer zu erkennen. Alle Flecke bzw. Punkte sind blass. Auch die senkrechten Striche in der Schwanzflosse sind sehr hell und mitunter schlecht zu erkennen.
    Etymologie:
    Der spezifische Name wird von dem griechischen "spilotus" abgeleitet, das soviel bedeutet wie "beschmutzt", "befleckt" (in Anlehnung an das Farbmuster von Aspidoras spilotus).
    Zucht:
    Aspidoras spilotus ist ein sehr toleranter Pflegling. Bei abwechslungsreicher Fütterung laicht dieser Wels auch spontan ab. Die Aufzucht ist problemlos. In den ersten Monaten wächst er sehr schnell. Interessant ist das wechselnde Farbmuster von Aspidoras spilotus , das so ausgebildet bei keinem anderen im Arbeitskreis BSSW vermehrten Aspidoras festgestellt wurde.
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    Aspidoras taurus

    Lima & Britto, 2001
    New catfish of the genus Aspidoras (Siluriformes: Callichthyidae) from the upper Rio Paraguai system in Brazil. Copeia, no. 4 ; S. 1010-1016
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Mato Grosso, Rio Itiquira, Rio-Paraguai-System, Fazenda Cabeceira do Itiquira
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    Aspidoras virgulatus

    Nijssen & Isbrücker, 1980
    Aspidoras virgulatus n. sp., a plated catfish from Espirito Santo, Brazil (Pisces, Siluriformes, Callichthyidae). Bull. Zool. Mus., vol. 7 ; no. 13 ; S. 133-139
    Typuslokalität: Brasilien : Est. Espirito Santo, Fluß Chumbado, auf der Straße nach Linhares.
    Größe:
    Bei den für die Erstbeschreibung zur Verfügung stehenden 16 Exemplaren hatte das größte Tier eine Standardlänge von 36,1 mm.
    Anmerkung:
    Aspidoras virgulatus wurde mit Corydoras prionotos (Nijssen & Isbrücker, 1980) von Miranda-Ribeiro (1959) gesammelt. Diese Sammlung bestand ursprünglich aus 4 Exemplaren, gekennzeichnet als Corydoras treitlii (Miranda Ribeiro, 1959). Drei dieser Exemplare sind jetzt die Paratypen von Aspidoras virgulatus. Beim vierten Exemplar handelt es sich um Corydoras prionotos.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Oberlippenbarteln erreichen die Unterseite der Kiemenöffnung. Der Mittelrand des Brustflossenstachels ist stark gezackt. Nijssen & Isbrücker erwähnen in Ihrer Erstbeschreibung, dass fünf männliche Paratypen Borsten auf den Backen besitzen. Dieser Sexualdimorphismus ist auch von Corydoras barbatus (Quoy & Gaimard, 1824), Corydoras coppenamensis Nijssen, 1970 , Corydoras prionotos und von Corydoras macropterus Regan, 1913 bekannt. Obgleich in den meisten Exemplaren nicht deutlich sichtbar, ist es wahrscheinlich, dass sie aus kleinen rundlichen Hautverknöcherungen entstehen. Der Rückenflossen- und der Brustflossenstachel ist deutlich kürzer als die angrenzenden Strahlen. Der Rückenflossenstachel glänzt im unteren Teil golden.
    Lebendfärbung:
    Die Körpergrundfarbe ist ein helles Gelb, das zum Bauch hin noch heller wird.
    Aussehen: (Körper)
    Das Zeichnungsmuster lebender Welse ist sehr verschieden. Der mittlere Streifen ist normalerweise dunkel und auffällig. Bei manchen Exemplaren verschmilzt dieses Band mit dem oberen, teilweise kürzeren Band. An den Kopfseiten verläuft auf jeder Seite zum Auge hin ein dunkles Band. Ein auffallender goldener Streifen, beginnend in Höhe der Kiemenöffnung, reicht am Rücken entlang bis zum Beginn der Schwanzflosse. Drei dunkle Streifen an den Körperseiten kennzeichnen Aspidoras virgulatus. Direkt an der Bauchlinie verläuft das untere Band, es ist schmaler und erstreckt sich von den Bauchflossen bis ungefähr zur Mitte der Afterflosse.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Auf den Rückenflossenstrahlen erkennt man kleine, braune Punkte, die drei unregelmäßige schiefe Reihen bilden. Ein sehr schwach ausgebildeter Pigmentpunkt liegt auf der Fettflosse. Die Schwanzflossenstrahlen sind mit kleinen braunen Punkten besetzt, die sechs Reihen unregelmäßiger, vertikaler Linien erkennen lassen. Bauch- und Brustflossen sind farblos. Die Färbung des Brustflossenstachels und der angrenzenden Strahlen ist schwach graubraun.
    Etymologie:
    Der Name "virgulatus" kommt aus dem Lateinischen und weißt auf das deutliche Drei-Streifen-Muster am Körper hin.
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    Aspidoras velites

    Britto, Lima & Moreira, 2002
    Aspidoras velites, a new catfish from the upper Rio Araguaia basin, Brazil ( Teleostei : Siluriformes : Callichthyidae) Proceedings of the Biologigal Society of Washington, vol. 115 ; no. 4 ; S. 727-736
    Typuslokalität: Brasilien :Est. Mato Grosso, Rio Araguaia, corrego Boiadeiro
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    sp. C 35


    Mit diesem Aspidoras kam eine sehr schöne und seltene Art in den Handel (Herrn Evers gelang bereits die Nachzucht). Leider war diese Art wieder für viele Jahre aus unseren Aquarien verschwunden, bis wir im September 2003 glücklicherweise Nachzuchttiere von Eric Bodrock aus den USA erhielten (siehe www.alloddballaquatics.edu). Diese Nachzuchten sind auf zwei Aquarianer verteilt und wir hoffen auf eigene Jungtiere dieser schönen aber leider sehr heiklen Aspidorasart.
    Fundort: (Händlerangabe)
    C 35 wurde als Aspidoras sp. "Black Phantom" bezeichnet und soll aus dem Bundesstaat Goiás, Rio Araguaia Flusssystem stammen.
    Größe:
    Männliche Tiere erreichen eine Größe bis 3 cm, weibliche Tiere dagegen wachsen bis auf 4 cm heran.
    Lebendfärbung: (adulte Tiere)
    Grundfarbe blassgelb zum Bauch hin heller werdend, am ganzen Körper ein leichter silbriger Glanz Deutliche Farbunterschiede der Geschlechter, Männchen viel auffallender und stärker gefärbt.
    Aussehen: ( Flossen und Barteln )
    Die Männchen zeigen eine intensiv schwarz gefärbte Rückenflosse. Die Rückenflosse ist bei den Weiblichen Welsen nicht vollkommen schwarz, sondern nur der Hartstrahl und die folgenden zwei Weichstrahlen sind dunkel gezeichnet. Folgende Merkmale treffen für Männliche C 35 zu : die Brustflossen sind stark pigmentiert, auch die Afterflosse und die Fettflosse zeigen kleinere dunkle Pigmente. Farblos hingegen sind die Bauchflossen. In der Schwanzflosse sind drei senkrechte Linien, diese bilden sich aus vielen kleinen Punkten, zu erkennen.
    Aussehen: ( Körper )
    Mehrere große schwarze Flecken bedecken den Körper von den Kiemendeckeln bis hin zum Ansatz der Schwanzflosse. Beim Männchen sind diese gleichmäßig stark über den Körper verteilt, dagegen verlaufen diese beim Weibchen in der unteren Körperhälfte. Am Rücken befinden sich zwei dunkle punkte, einer hinter der Rückenflosse und der zweite am Ansatz der Fettflosse.
    Lebendfärbung: ( Jungfisch )
    Besonders auffallend ist die Jungfischfärbung. Der Körper teilt sich in drei Abschnitte auf. Der Kopf, bis zum Ansatz der Rückenflosse, ist hell. Der zweiter Abschnitt, die Rückenflosse, die Brustflosse und der Körper bis zur Bauchflosse ist schwarz und der dritte Abschnitt ist wieder hell mit großen dunklen Flecken.
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    sp. C 36

    Fundort: (Händlerangabe)
    C 36 wurde als Aspidoras sp. (Beifang von Corydoras araguaiaensis)im Großhandel angeboten. Er soll aus dem Bundesstaat Goiás, vermutlich aus dem Rio Araguaia Flusssystem stammen.
    Größe:
    Erreicht eine Gesamtlänge von ca. 6cm.Die Weiblichen Tiere sind etwas größer und plumper, bei den Männlichen Tieren von C 36 ist sind die Zeichnungselemente stärker ausgeprägt.
    Lebendfärbung:
    Dieser Aspidoras glänzt am ganzen Körper stark silbern.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Lange Oberlippenbarteln die den Ansatz der Brustflosse fast erreichen können. Im Verhältnis zur Höhe des Fisches besitzt C 36 sehr große Brustflossen, die mit dunklen Pigmenten versehen sind. Bei den viel zierlicheren Männchen ist dieses Merkmal besonders deutlich sichtbar. Die Bauchflossen sind farblos und ohne Zeichnung. In der Mitte der Afterflosse verläuft schräg eine Linie feiner Punkte. Die Rückenflosse ist von der Basis her hell bis etwa zur Mitte der Fettflosse. Von dort aus verläuft wiederum eine schräge Punktlinie, die bei manchen Tieren stärker ausgeprägt sein kann. Die Spitze der Rückenflosse ist hell, fast farblos. Fünf Linien feiner Punkte verlaufen senkrecht in der Schwanzflosse. Diese verblassen beim Weibchen während des Laichens fast vollständig.
    Aussehen: (Körper)
    Auf der Mittellinie erkennt man fünf große dunkle Flecke. Die obere Körperhälfte bedecken mehrere kleinere dunkle Punkte die fast immer miteinander verbunden sind. Auf dem Kopf sind viele winzige Punkte verteilt.
    Zucht:
    Die Nachzucht dieser Art ist bereits mehrfach gelungen. Wie bei anderen Aspidoras-Arten werden Gelege von bis zu 50 Eiern an strömungsreichen Stellen im Aquarium abgelegt. Die Aufzucht der Jungen bereitet wenig Probleme. Auch bei dieser Art weicht die Jungfischfärbung stark von der Zeichnung der Alttiere ab.
    Anmerkung:
    In den letzten zwei Jahren gelangte, über die Firma Glaser, eine Aspidoras Art zu uns, die C 36 stark ähnelt. Diese Tiere wurden über Belem (Brasilien) importiert. Bei den adulten Tieren, bei der Jungfischfärbung und bei der Aufzucht, konnten keine bemerkenswerten Abweichungen zu C 36 festgestellt werden.
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    C 36

    Bei dieser etwas größeren Art treffen Größe und Zeichnung genau mit einer bereits beschrieben Aspidoras-Art perfekt zusammen, nämlich Aspidoras fuscoguttatus Nijssen & Isbrücker, 1976 aus den Bundesstaat Mato Grosso im Paraná-System. Da aber diese Welse aus den Bundesstaat Goias, Rio Araguaia - Einzug kommen gibt es noch einige Unklarheiten bei der Artbestimmung. C 36 wurde schon 1997 von Seuß, danach auch von weiteren Aquarianern vermehrt aber leider waren bis vor einen Jahr keine Welse dieser Art mehr auffindbar. Jetzt konnte Peter Schwabe (Hanau) C 36 wieder vermehren, somit ist der Bestand vorerst einmal gesichert.
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    sp. C 37

    Größe:
    Von C 37 ist nur ein männliches Tier bekannt, seine Größe wird mit 2,5 cm angegeben.
    Lebendfärbung:
    Auf der Hinterhauptplatte erkennt man große dunkle Flecke, die teilweise an den Körperseiten hinunterlaufen. Die Kiemendeckel bedecken große dunkle Flecke die grünlich glänzen. Vor dem Ansatz der Rückenflosse befindet sich ein goldener Fleck. Die obere Körperhälfte bedecken dicht liegende grauschwarze Flecke. Am Rückenfirst entlang befinden sich drei weitere goldene Punkte. Die untere Körperhälfte bedecken vier große längliche schwarze Flecke, die am oberen Ende miteinander verbunden sind.
    Aussehen: (Flossen und Barteln)
    Die Art besitzt fast gleichlange Ober- und Unterlippenbarteln. Die Brustflossen sind sehr groß und leicht pigmentiert, die Bauchflossen besitzen keine Zeichnung. Etwa in der Mitte der Rückenflosse befindet sich ein Zeichnungsmuster das an ein Dreieck erinnert. Die Spitze dieses Dreiecks verläuft bis zum unteren Ende der Rückenflosse. Am Ende der Rückenflosse erkennt man deutlich einen dunklen Punkt. In der Schwanzflosse verlaufen fünf senkrechte dunkle Linien, bestehend aus vielen kleinen Punkten. In der sonst farblosen Fettflosse ist am äußeren Rand ein kleiner dunkler Punkt zu erkennen.
    Anmerkung:
    Da ich dieses Tier nicht lebend sah, kann ich keine Angaben über die Afterflosse machen. Auf dem mir zur Verfügung stehenden Foto ist diese Flosse nicht zu sehen.
    Bis heute ist kein weiteres Exemplar von C 37 beschrieben. Vielleicht handelt es sich bei dem uns bekannten Wels um ein juveniles Tier! Da es bei einigen Arten starke Unterschiede in der Zeichnung juveniler und adulter Tiere gibt, ist die entgültige Zeichnung vielleicht noch nicht bekannt. Es bleibt zu hoffen, dass noch einige Exemplare dieser Art bei uns eintreffen.
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    C 118

    Bei C 118 handelt es sich um eine kleinere, im Körperbau gedrungene Form. Die Gesamtlänge bei den größten Weibchen betrug gerade einmal 3,5cm. Bei guter Pflege ist die Vermehrung dieser Welse nicht zu verhindern. Mittlerweile existieren genügend Nachzuchten dieser Art. Auch in der USA werden schon Nachzuchten, die Elterntiere stammen von unseren Tieren ab, als Aspidoras sp. "Senger" in Aquarienkreisen verteilt Artikel. Ein Grund mehr das an diesen Wels endlich einmal eine C- Nummer vergeben wurde.
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    C 119

    Der im letzten Jahr eingeführte Schmerlenpanzerwels und hier mit C 119 bezeichnete Wels fällt mit seiner silbernen Grundfarbe aus der Reihe. Der Körperbau ist langgestreckt, spindelförmig. Auch von dieser hübschen Art existieren bereits Nachzuchten. Bei Ingo Seidel vermehrten sich diese kleinen Aspidoras spontan in einen 200 Liter Aquarium, wo sie als Beifische zusammen mit größeren Harnischwelsen gehalten wurden.
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    C 125

    vorgestellt in DATZ 3/2004 Seite 32 von EVERS. Fundort unbekannt. 4 cm Gesamtlänge. Die Tiere zeigen immer ein ausgeprägtes Längsband bei beiden Geschlechtern. In der Körpermitte ist es oft unterbrochen. Vor dem Ansatz der Fettflosse, am Ende der Rückenflosse und auf dem Kopf zeigen die Tiere größere schwarze Flecken. Die Rückenflosse trägt ein Muster aus 2 Querbinden. Die Tier sind A. spilotus ähnlich, allerding ca. 2 cm kleiner und auch nicht so langgestreckt.
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      © 2003 · Maik Arlt ·